| OMIM | 106180 |
| Akronym | Angiotensin I converting enzyme |
| Synonyma | Angiotensin I converting enzyme (peptidyl-dipeptidase A); Kininase II |
| Material | EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen) |
| Einwilligungserklärung | Einwilligungserklärung Genetik |
| Methode | NAA, Gelelektrophorese |
| Siehe auch | Humangenetik - Zytogenetik, Angiotensin-I-Converting-Enzym, Aldosteron (Plasma) |
| Arteriosklerose - Risikoabschätzung mit Labortests |
| Auskünfte | Molekulare Humangenetik |
| Anforderungsschein | Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
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| Indikationen | Abschätzung des Arteriosklerose- und Myokardinfarkt-Risikos. |
| Familiäre Häufung von koronaren Herzerkrankungen und Apoplexien. |
| Humangenetik | Das auf Chromosom 17q23.3 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 20,6 kb mit 25 Exonen. Genprodukt ist das Angiotensin-I-Converting-Enzym (ACE), dem eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks und des Wasser-Elektrolythaushalts zukommt. ACE katalysiert die Konversion von Angiotensin I in das blutdrucksteigernde Hormon Angiotensin II sowie den Abbau des blutdrucksenkenden Hormons Bradykinin. |
| Infolge alternativen Spleißens kann ACE in zwei Isoformen mit je 1306 oder 732 Aminosäuren auftreten. Der I-Typ (sog. Insertionstyp, 1306 Aminosäuren) kennzeichnet das normale, vollständige Genprodukt (Wildtyp), der D-Typ (sog. Deletionstyp, 732 Aminosäuren) wird durch eine 287 bp große Deletion im Intron 16 verursacht. Die Aktivität des Enzyms korreliert mit dem I/D-Genotyp. Die Aktivität des deletierten Enzyms ist etwa doppelt so hoch wie die des Wildtyps (d. h. blutdrucksteigernd). Der DD-Genotyp kommt mit einer Häufigkeit von etwa 25% in der mitteleuropäischen Bevölkerung vor. Homozygote Träger dieser Deletionsvariante haben ein erhöhtes Risiko für arterielle Hypertonien, koronare Herzerkrankungen und Apoplexien. |
| Der I/D-Polymorphismus gilt als genetische Disposition für Hypertonie und kardiovaskuläre Morbidität. |
| Erbgang | Autosomal kodominant. |
| Symptome | Erhöhte ACE-Aktivität im Plasma. Arterielle Hypertonie (Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Epistaxis, Dyspnoe), Angina pectoris, hypertensive Retinopathie, Arteriosklerose, hypertensive Nephropathie, koronare Herzerkrankung, Myokardinfarkt. |
| G. Schlüter, H.P. Seelig |