Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

AMA-Suchtest

 
 Suchtest zur Erkennung von Mitochondrienantikörpern
  
 Als Suchtest nach Mitochondrien-Autoantikörpern eignet sich der IIFT an Kryostatschnitten von Ratten-Leber/-Magen/-Nieren (Abbildung)(Abbildung). Wegen des unterschiedlichen Mitochondriengehaltes in verschiedenen Funktionseinheiten der Niere und verschiedenen  Zellen des Magens (Parietalzellen, Hauptzellen) zeigen Mitochondrienantikörper auf Schnitten dieser Organe charakteristische Fluoreszenzmuster. Die Hepatozyten erscheinen dagegen gleichförmig gefärbt. Auf HEp-2-Zellen, dem häufig verwendeten Antigen zum Nachweis von Zellkern-Autoantikörpern, lässt sich die Anwesenheit von Mitochondrien-Autoantikörpern in der Probe aufgrund des besonderen Fluoreszenzmusters im Zytoplasma zwar vermuten. Es bestehen hier aber Verwechslungsmöglichkeiten, da Antikörper gegen andere zytoplasmatische Antigene (z. B. Zytoskelettbestandteile) ähnliche Fluoreszenzmuster hervorrufen können. Elisas mit nativen Antigenen können ebenfalls als Suchtest eingesetzt werden. Elisas mit rekombinanten, bakteriell exprimierten Antigenen können falsch negative Ergebnisse liefern, da sich die Antikörper vor allem auch gegen Konformationsepitope der Oxosäurendehydrogenasen-Komplexe richten.
  
 Routinemäßig durchgeführter Suchtest ist der IIFT an Nagerorganen.Bei  positivem Testergebnis wird die Spezifität (anti-M2) der Antikörper mittels Westernblot (SDS-PAGE getrennte Herzmuskelmitochondrien) und / oder Elisa überprüft.
  
Mitochondrien-Autoantikörper
  
 H.-P. Seelig