Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

ATP7B-Gen

606882
  
ATPase, Cu(2+)-transporting, beta polypeptide
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
  
Humangenetik - Zytogenetik, Coeruloplasmin, Kupfer
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
ATP7B-Gen
  
Morbus Wilson.
  
Das auf Chromosom 13q14.3 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 79.6 kb mit 22 Exonen. Genprodukt ist die hauptsächlich im Trans-Golgi-Netzwerk lokalisierte ATPase 2 (Mr 157.4 kDa), die Kupferionen in reduziertem (einwertigem) Status hält, sodass sie in Apo-Coeruloplasmin eingebaut werden können.
  
 Bisher wurden 225 Mutationen im ATP7B-Gen nachgewiesen, die mit dem Morbus Wilson assoziiert sind. Aufgrund des gestörten Kupfermetabolismus kann Kupfer nicht mehr in das Apo-Coeruloplasmin eingebaut werden. Es kommt zur Akkumulation von Kupfer in Leber, Niere und Gehirn.
  
  
Der Morbus Wilson wird autosomal rezessiv vererbt.
  
  
Beginn im 1.-2. Lebensjahrzehnt mit neurologischen Störungen, infolge einer Degeneration der Stammganglien (Linsenkerndegeneration), Kayser-Fleischer-Ring (braungrüner limbusnaher Hornhautring bedingt durch Kupfereinlagerungen), hypertrophe Leberzirrhose, Aminoazidurie, Hyperinsulinismus.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig