| Immunpathologie | Siehe auch Adrenocorticotropes Hormon. Beschrieben wurden Autoantikörper, die sich gegen das Hormon ACTH sowie gegen unbekannte zytoplasmatische Antigene ACTH-bildender Zellen (siehe Adrenocorticotropes Hormon-bildende Zellen-Autoantikörper) richten. Die Ursachen der Entstehung von ACTH-Autoantikörpern und deren pathogene Bedeutung sind nicht bekannt. Nach bisherigen Ergebnissen scheinen die Autoantikörper eine untergeordnete pathogene Rolle zu spielen. Nur einer von fünf Patienten mit positiven ACTH-Autoantikörpern Patienten (empty sella syndrome und Hypophysentumore) zeigte klinisch die Symptome eines Hypokortisolismus. Die Antikörper sind weder spezifisch noch prädiktiv aussagekräftig für endokrine Störungen. Es wird diskutiert, ob normale oder niedrige ACTH-Konzentrationen bei Patienten mit Morbus Addison, unerklärbar niedrige Cortisolspiegel bei erhöhten Messwerten von immunreaktivem ACTH oder die Entwicklung einer Toleranz bei ACTH-Therapie auf der Wirkung neutralisierender oder inaktivierender ACTH-Antikörper beruhen könnten. |