| OMIM | 300300 |
| Akronym | Bruton agammaglobulinnämie tyrosin kinase |
| Synonyma | AGMX1, ATK |
| Material | EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen) |
| Einwilligungserklärung | Einwilligungserklärung Genetik |
| Methode | NAA, SEQU |
| Siehe auch | Humangenetik - Zytogenetik |
| Auskünfte | Molekulare Humangenetik |
| Anforderungsschein | Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
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| Indikationen | Agammaglobulinämie Typ Bruton. Rezidivierende Infektionen der oberen Luftwege, der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs beginnend im Laufe des ersten Lebenshalbjahres. Rezidivierende bakterielle Infektionen der Haut, des Respirations- und Gastrointestinaltraktes. Fehlen der B-Lymphozyten im peripheren Blut. |
| Humangenetik | Das auf Chromosom Xp22.1 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 37.5 kb mit 20 Exonen. Genprodukt ist die Bruton Agammaglobulinämie Tyrosin-Kinase (Mr 76.3 kDa), die Tyrosin-Reste in Proteinen phosphoryliert. Sie katalysiert auch die Autophosphorylierung an zwei Throsin-Resten des Enzyms. Die Tyrosinkinase BTK ist einer der Hauptregulatoren in der B-Zell Entwicklung. Mutationen im BTK-Gen führen zu Immundefizienz aufgrund des Ausbleibens der Bildung von reifen B-Lymphozyten durch Störung der Rekombination der Immunglobulin-Schwerketten, was eine Defizienz der Immunglobuline aller Isotypen nach sich zieht. |
| Bisher wurden 326 Mutationen im BTK-Gen beschrieben, die zu Agammaglobulinämie führen. |
| Erbgang | Die X-chromosomale Agammaglobulinämie wird rezessiv vererbt. |
| Symptome | Ungewöhnlich hohe Anfälligkeit für bakterielle aber nicht für virale Infektionen. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist die meist fatal verlaufende Echovirus-induzierte Meningoenzephalitis, die oft mit Dermatomyositis-ähnlichen Symptomen einhergeht. |
| G. Schlüter, H.P. Seelig |