| OMIM | 303631 |
| Akronym | Collagen type IV, alpha-6 |
| Synonyma | Collagen type of basement membrane, alpha-6 chain |
| Material | EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen) |
| Einwilligungserklärung | Einwilligungserklärung Genetik |
| Methode | NAA, SEQU |
| Siehe auch | Humangenetik - Zytogenetik, Glomerulus-Basalmembran-Autoantikörper |
| Auskünfte | Molekulare Humangenetik |
| Indikationen | Geschlechtsgebundene Form des Alport Syndroms bei früher Manifestation und in Verbindung mit Leiomyomen. |
| Humangenetik | Das auf Chromosom Xq23 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 284.7 kb mit 48 Exonen. Es liegt zentromerisch neben dem COL4A5-Gen. Genprodukt ist die α5-Kette von Kollagen IV (Mr 162.5 kDa). Am Aufbau von Kollagen IV sind sechs α-Ketten (α1-α7) beteiligt. Das Kollagen der glomerulären Basalmembran setzt sich aus je einer α3(IV)α4(IV)- und α5(IV)-Kette zusammen (α3α4α5 (IV)). Deren N-terminale und zentrale Domänen eine Tripelhelix bilden. Die C-terminale Domäne (232 Aminosäuren) jeder α-Kette spaltet sich in eine globuläre, so genannte nicht-kollagene Domäne (NC1-Region, nicht-kollagene Region, früher als M2-Region bezeichnet). Die α3-Kette von Kollagen IV wird gewebespezifisch exprimiert. Sie findet sich vor allem in den Basalmembranen von Niere und Lunge, weniger stark exprimiert auch im Auge und der Cochlea. |
| Das COL4A6-Gen liegt mit dem COL4A5-Gen in einer Kopf-an-Kopf-Konfiguration vor und beide Gene werden von einem gemeinsamen Promotor gesteuert. Deletionen in COL4A5-Gen, die auch das COL4A6-Gen umfassen, sowie Mutationen in dem Promotor führen zur diffusen Leiomyomatose in Verbindung mit dem durch die COL4A5-Deletion verursachten X-chromosomalen Alport Syndrom. |
| Erbgang | Die Erkrankung wird X-chromosomal rezessiv vererbt. |
| Symptome | Progressive Glomerulonephritis mit Hämaturie und Proteinurie, Innenohrschwerhörigkeit und den anderen Symptomen des X-chromosomalen Alport Syndroms (siehe COL4A5-Gen) in Verbindung mit Leiomyomen. |
| %30 Siehe | Glomerulus-Basalmembran-Autoantikörper |
| G. Schlüter, H.P. Seelig |