Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

DPYD-Gen

612779
  
Dihydropyrimidin-dehydrogenase
  
DPD
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
  
Humangenetik - Zytogenetik
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
DPYD-Gen
  
Ausschluss einer Metabolisierungsstörung im Vorfeld einer Chemotherapie mit 5-Fluorouracil.
  
Das auf Chromosom 1p21.3 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 509.3 kb mit 14 Exonen. Genprodukt ist die am Pyrimidin-Katabolismus beteiligte Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (Mr 111.4 kDa). Die DPYD katalysiert den ersten und geschwindigkeitsbestimmenden Schritt beim Abbau von Uracil und Thymin.
  
 Bisher sind 14 Mutationen beschrieben die Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Defizienz und somit hereditäre Thymin-Uracilurie verursachen. Zwei dieser vierzehn Mutationen führen zu einem erhöhten Toxizitäts-Risiko bei der 5-Flourouracil-Chemotherapie.
  
  
Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Defizienz wird autosomal rezessiv vererbt.
  
  
Etwa 5% aller mit 5-Fluorouracil therapierten Patienten reagieren mit Schwellung und Entzündung der Schleimhäute, sowie mit kardiologischen und neurologischen Störungen. Es kann zu lebensbedrohlichen Intoxinationserscheinungen kommen.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig