Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

DRPLA-Gen

125370
  
Dentatorubral-pallidoluysia-atrophie
  
Atrophin-1
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
Nukleinsäureamplifikation mit anschließender hochauflösender Kapillarelektrophorese
  
Humangenetik - Zytogenetik
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
DRPLA-Gen
  
Dentatorubropallidoluysian=sche Atrophie.
  
Das auf Chromosom 12p13.31 gelegene Gen um fasst einen Bereich von 14.8 kb mit 10 Exonen. Genprodukt ist das Atrophie-1 (Mr 124.8 kDa), ein Protein mit noch unbekannter Funktion. Die Konzentrationen von Atrophin-1 sind in Gehirn, Ovarien, Testis und Prostata wesentlich höher als in den meisten anderen Geweben. Im größten Exon (Exon 5) liegt eine polymorphe (CAG, Glutamin)n-Region, die in der normalen Population zwischen n=7 und n=23 beträgt und bei DRPLA-Patienten durch DNA-Replikationsfehler von n=49 bis zu n=75 expandiert ist. Die Zahl der (CAG)n-Sequenzrepetitionen wird durch Fragmentlängenbestimmung mittels hochauflösender Kapillarelektrophorese einer DNA-Sequenzierungsreaktion nach enzymatischer Amplifikation des die (CAG)n-Region eingrenzenden DNA-Segments bestimmt.
  
 Bisher wurden außer den (CAG)n-Expansionen keine weiteren DRPLA-verursachenden Mutationen im DRPLA-Gen beschrieben.
  
  
Die Dentatorubropallidoluysien-Atrophie wird autosomal dominant vererbt.
  
  
Gangataxie kombiniert mit Myoklonien, choreatiformen Hyperkinesien, zerebralen Krampfanfällen und zunehmender Demenz.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig