Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

FGFR3-Gen

134934
  
Fibroplast growth factor receptor 3
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
  
Humangenetik - Zytogenetik, FGFR1-Gen, FGFR2-Gen
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
FGFR3-Gen
  
Achondroplasie oder Hypochondroplasie. Abklärung eines unproportionierten Kleinwuchses.
  
Das auf Chromosom 4p16.3 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 15.8 kb mit 17 Exonen. Genprodukte sind drei durch alternatives Spleißen erzeugte Isoformen des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors 3 (FGFR3). Die größte Isoform hat ein Mr von 87.7 kDa. Der Rezeptor gehört der Familie der Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptoren an, die sich in ihrer Liganden-Affinität und Gewebespezifität voneinander unterscheiden. Ein repräsentatives FGFR-Molekül besteht aus einer extrazellulären Region, die drei Immunoglobulin-ähnlichen Domänen besitzt, einer hydrophoben Transmembran-Domäne und einer intrazytoplasmatischen Tyrosinkinase-Domäne. Der extrazelluläre Teil des Proteins interagiert mit Fibroblasten-Wachstumsfaktoren, wodurch eine Kaskade von Signalen auslöst wird, die letztendlich Mitogene und Differenzierung beeinflussen. FGFR3 bindet je nach Isoform mit hoher Affinität saure und basische Fibroblasten-Wachstumsfaktoren und trägt zur Steuerung der Knochenbildung und Aufrechterhaltung der Knochenstruktur bei.
  
 Bisher wurden 28 Mutationen im FGFR3-Gen beschrieben die mit Knochenmissbildungen, Blasenkarzinom, und Zervixkarzinom assoziiert waren.
  
  
Die Achondroplasie und Hypochondroplasie werden autosomal dominant vererbt..
  
  
Achondroplasie und Hypochondroplasie. Disproportionierter kurzgliedriger Kleinwuchs, verkürzte Röhrenknochen, verkürzte Schenkelhälse, quadratische Beckenschaufeln, Lendenlordose, Makrozephalie. Erwachsenengröße 118-140 cm (Achondroplasie), 128-155 cm (Hypochondroplasie). Letalform (thanatophorische Dysplasie), extrem verkürzte Röhrenknochen, lateralkonvexe Krümmung der Femora, so genannte Telefonhörerform, schmaler Thorax, Ateminsuffizienz.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig