Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

Faktor V-Gen (Cambridge-Mutation)

612309
  
F5 coagulation factor V, activated-protein C-cofactor, Cambridge-mutation p.R306T
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
  
Humangenetik - Zytogenetik
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
Faktor V-Gen (Cambridge-Mutation)
  
Abklärung einer Thrombophilie-Disposition bei positiver Familienanamnese. Venöse Thromboembolien, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (<40 Jahre). Pathologische aktivierte Protein C (APC) -Resistenz.
  
Das auf Chromosom 1q24.2 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 73.1 kDa mit 25 Exonen. Genprodukt ist der für die Blutgerinnung essentielle Faktor V-Vorläufer (Mr  251.7 kDa), der durch Thrombin in eine schwere und eine leichte Kette hydrolysiert wird. Die beiden Ketten lagern sich zu einem nicht-kovalenten Dimer zusammen, dem aktivierten Faktor V (Faktor Va).
  
 Bisher wurden 20 Mutationen im Faktor V-Gen nachgewiesen die zu Thrombophilie oder hämorrhagischer Diathese führen. Unter ihnen ist die Faktor V-Leiden-Mutation mit Abstand die häufigste Ursache der APC-resistenten familiären jugendlichen Thrombophilie.
  
 Diese Punktmutation in Exon 7 des Faktor V-Gens verursacht ein Aminosäureaustausch, Arginin wird an Position 306 durch Threonin ersetzt [Codon 306 AGG (Arginin)>ACG (Threonin); A306T]. Es resultiert daraus, wie bei Faktor V Leiden, eine APC-Resistenz.  Diese Mutation wurde bei 4.7% der Thrombosepatienten  und bei 2.5% der Normalbevölkerung nachgewiesen.
  
  
Hämorrhagische Diathese (Blutungsneigung) wird autosomal rezessiv vererbt; Aktivierte Protein C Resistenz wird autosomal dominant vererbt.
  
  
Neigung zu venösen Thrombosen und Lungenembolien.
  
  
Patienteninformationen: Thrombophilie
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig