Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

GBA-Gen

606463
  
Glucosidase, acid beta
  
Glucocerebrosidase
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
  
Humangenetik - Zytogenetik
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
GBA-Gen
  
Sphingolipidspeicherkrankheit.
  
Das auf Chromosom 1q21 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 28.2 kb mit 23 Exonen. Genprodukt ist die lysosomale, membrangebundene β-Glucocerebrosidase (Mr 59.7 kDa), die Glucosylcerebroside hydrolysiert. Die Enzymdefekte führen zur Akkumulation fibrillärer Glucocerebroside in Makrophagen (Gaucher-Zellen).
  
 Bisher wurden 165 Mutationen im GBA-Gen beschrieben die den Morbus Gaucher verursachen.
  
  
Morbus Gaucher wird autosomal rezessiv vererbt.
  
  
Je nach Manifestationsalter werden drei Typen unterschieden: der adulte, chronische, nicht neuropathische Typ I, der infantile ,akute neuropathische Typ II und der juvenile, subakute neuropathische Typ III. Klinisch finden sich Hepatosplenomegalie, episodenhafte Knochen- und Gelenkschmerzen (besonders bei Typ I und III). Gedeihstörungen mit Kleinwuchs und Untergewicht, Anämie und Thrombozytopenie, progrediente neurodegenerative Symptome mit Störungen des Muskeltonus, Spastik, pathologischen Reflexen, zerebralen Krampfanfällen. Eine Demenz entwickelt sich besonders bei Typ II. Weißfleckige Augenhintergrundsveränderungen treten bei Typ III auf.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig