Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

GLA-Gen

300644
  
Alpha-Galactosidase
  
Ceramide trihexosidase
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
  
Humangenetik - Zytogenetik
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
GLA-Gen
  
Morbus Fabry (Angioceratoma corporis diffusum), Lipidpeicherkrankheit.
  
Das auf Chromosom Xq22.1 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 11.0 kb mit 7 Exonen. Genprodukt ist die lysosomale α-Galactosidase A (Mr 48.8 kDa), die nicht nur den Abbau des Dissacharids Melibiose in Galactose und Glucose katalysiert, sondern auch den von Glycosphingolipiden. Eine Reduktion der α-Galactosidase A-Aktivität führt in den Lysosomen aller Gewebe zu diffusen Anhäufung von Trihexosylceramid.
  
 Bisher wurden 271 Mutationen im GLA-Gen beschrieben, die mit dem Morbus Fabry assoziiert waren.
  
  
Dem Morbus Fabry liegt ein X-rezessives Vererbungsmuster zugrunde.
  
  
Nach der Pubertät auftretende charakteristische makulopapulöse, blaurot bis schwärzliche Haut- und Schleimhauteffloreszenzen an Lippen, Wangen, Axilla, Nabel, Skrotum und der Endphalangen verbunden mit neurologischen Störungen (Parästhesien), Herz- und Niereninsuffizienz, Proteinurie, renale Hypertonie, Ödeme, Urämie und Schmerzattacken in Abdomen und Extremitäten.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig