Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

Galaktocerebrosid-Autoantikörper

StrukturformelStrukturformel
  
anti-Gal-C-IgG
  anti-Gal-C-IgM
  
Serum, 1 mL
EDTA-Plasma oder Heparin-Plasma, 1 mL
 Liquor, 1 mL (MV: 50 μL)
  
< 10 Ak-Ratio
  
Elisa
intern
  
Übersicht Autoantikörper
  
Immunpathologie
EBM, GOÄ
 Gullain-Barré Syndrom. Die diagnostische Relevanz der Antikörper ist bisher noch fraglich. Wissenschaftliche Fragestellungen.
 Galaktocerebrosid, ein Sphingoglykolipid wird aus Ceramid durch Addition der UDP-aktivierten Galaktosyleinheit (siehe Galaktose) synthetisiert. Galaktocerebroside kommen im Myelin des zentralen und peripheren Nervensystems vor. Antikörper gegen Galaktocerebrosid C können mit strukturell ähnlichen Antigenen von Mycoplasma pneumoniae, Trypanosoma brucei und Champylobacter jejuni kreuzreagieren (molekulares Mimikry). Sie führen im Tierexperiment zu herdförmigen Demyelinisierungen im zentralen und peripheren Nervensystem (experimentelle allergische Enzaphalomyelitis), wobei komplementvermittelte Reaktionen, antikörperabhängige von Makrophagen vermittelte Demyelinisierungen oder die Phagozytose opsonisierten Myelins als mögliche Immunpathomechanismen diskutiert werden. Galaktocerebrosid-Antikörper können auch mit anderen Glykolipiden wie Gangliosiden (GM1, Asialo-GM1, GD1b) kreuzreagieren.
 Guillain-Barré Syndrom auch im Gefolge von Mycoplasmen- und Campylobacter-Infektionen, multifokale Motorneuropathie, Trypanosomiasis, systemischer Lupus erythematodes.
 H.-P. Seelig