| Immunpathologie | Galaktocerebrosid, ein Sphingoglykolipid wird aus Ceramid durch Addition der UDP-aktivierten Galaktosyleinheit (siehe Galaktose) synthetisiert. Galaktocerebroside kommen im Myelin des zentralen und peripheren Nervensystems vor. Antikörper gegen Galaktocerebrosid C können mit strukturell ähnlichen Antigenen von Mycoplasma pneumoniae, Trypanosoma brucei und Champylobacter jejuni kreuzreagieren (molekulares Mimikry). Sie führen im Tierexperiment zu herdförmigen Demyelinisierungen im zentralen und peripheren Nervensystem (experimentelle allergische Enzaphalomyelitis), wobei komplementvermittelte Reaktionen, antikörperabhängige von Makrophagen vermittelte Demyelinisierungen oder die Phagozytose opsonisierten Myelins als mögliche Immunpathomechanismen diskutiert werden. Galaktocerebrosid-Antikörper können auch mit anderen Glykolipiden wie Gangliosiden (GM1, Asialo-GM1, GD1b) kreuzreagieren. |