Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

IPF1-Gen

600733
  
Insulin promotor factor 1
  
Homeodomain transcription factor, Somatostatin transcription factor 1, STF1, MODY4
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
  
Humangenetik - Zytogenetik
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
IPF1-Gen
  
Abklärung eines nicht insulinpflichtigen Diabetes mellitus (frühmanifesten) mit positiver Familienanamnese.
  
Das auf Chromosom 13q12.2 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 6.0 kb mit 2 Exonen. Genprodukt ist der nukleäre Insulin-Promotor-Faktor 1 (IPF1, Mr 30.8 kDa), der im Duodenum und den β-Zellen der Langerhans-Inseln durch spezifische Bindung an das Promoter DNA Sequenzmotiv die Transkription von Insulin, Somatostatin und Glucokinase aktiviert. Neben seiner Rolle als Regulator der Peptid-Hormon-Expression ist IPF1 auch an der Entwicklung des Pankreas beteiligt.
  
 Bisher wurden 8 Mutationen beschrieben, von denen 7 mit Diabetes mellitus Typ 2 (MODY4) und 1 mit Agenesie des Pankreas assoziiert waren.
  
  
Der MODY4 wird autosomal dominant vererbt.
  
  
Manifestation eines Diabetes mellitus vor dem 25. Lebensjahr, der im Gegensatz zum Diabetes mellitus Typ 1 nicht insulinpflichtig ist, nicht mit Adipositas einhergeht, bei dem sich ein dominantes Vererbungsmuster über mindestens zwei Generationen erkennen läßt und bei dem sich im Gegensatz zum Diabetes mellitus Typ 1 keine Diabetes assoziierten Autoantikörper nachweisen lassen.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig