Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

Ifi 16-Autoantikörper

Serum, 1 mL
EDTA-Plasma oder Heparin-Plasma, 1 mL
  
negativ (1: < 100)
  
WB
intern
  
Übersicht Autoantikörper
  
Immunpathologie
EBM, GOÄ
 Wissenschaftliche Fragestellungen. Nachweis der Antikörperspezifität bei positivem ANA-Test.
 Ifi16 (Mr 82.5 kDa; Chromosom 1q21-23) ist ein im Zellkern vorkommendes Protein, das der Interferon-induzierbaren HIN-200 Familie angehört, Proteinen, die Regulatorfunktionen bei der Transkription ausüben. Ifi16 wird in myeloischen Vorläuferzellen und monozytischen Tochterzellen exprimiert, nicht dagegen in erythroiden und granulopoetischen Vorläuferzellen. Es besitzt eine N-terminale DNA-bindende Domäne. Ifi16 scheint bei dem Proteinimport in den Nukleus, an der Regulation der Transkription und der Genexpression beteiligt zu sein. Es kann die Funktion anderer Transkriptionsfaktoren wie z. B. von p53 modulieren. Da seine Expression im Zellkern durch Interferon-α stimuliert wird, scheint es ein Bindeglied zwischen der inferferoninduzierten Genexpression und anderen zellulären Prozessen darzustellen.
 Autoantikörper gegen Ifi16 fanden sich bei systemischem Lupus erythematodes (29%), häufiger bei anti-ds-DNA positiven Patienten. Bei Patienten mit Sklerodermie-Überlappungssyndromen (3.8%), häufig auch bei Patienten mit Zentromeren-Autoantikörpern (28%) sowie bei Patienten mit primär biliärer Zirrhose und autoimmuner Thyreoiditis.
 H.-P. Seelig