Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

IgA-Autoantikörper

Serum, 1 mL
EDTA-Plasma oder Heparin-Plasma, 1 mL
  
1: <20
  
WB
intern
  
Übersicht Autoantikörper
  
Anforderungsschein Nr. 1a
Position der Analyse
Anforderungsschein 1a
        
        
        
  
Immunpathologie
EBM, GOÄ
 Patienten mit selektivem IgA-Mangel, variablem Immunmangelsyndrom (common variable immunodeficiency syndrome, CVID). Allergische Reaktionen nach Administration von Plasmapräparaten.
 Antikörper gegen IgA finden sich bei Patienten mit selektivem IgA-Mangel (37%), mit isolierter IgA- und IgG2-Defizienz (50%), bei Patienten mit primären γ-Globulin-behandelten Immundefizienzen (17,5%). Sie werden bei Gesunden in der Regel nicht angetroffen (in einer Studie wird allerdings über 5.6% anti-IgA-positive Blutspender berichtet). Die Antikörper gehören meist der Immunglobulinklasse IgG an, in seltenen Fällen kann es sich auch um IgM- und IgE-Isotypen handeln. Im letzteren Fall besteht die Gefahr lebensbedrohlicher anaphylaktischer Reaktionen bei intravenöser Gabe von Immunglobulinen. Möglicherweise können bei einigen Patienten IgA-Antikörper auch ohne vorausgehende Immunglobulingabe entstehen. Besondere Vorbereitungen und Vorsichtsmaßnahmen sind bei unumgänglichen Bluttransfusionen geboten (gewaschene Erythrozyten- und Thrombozyten- Präparationen, Plasma IgA-defizienter Spender, Eigenblutspenden).
 H.-P. Seelig