| Vorkommen | Antikörper gegen IgA finden sich bei Patienten mit selektivem IgA-Mangel (37%), mit isolierter IgA- und IgG2-Defizienz (50%), bei Patienten mit primären γ-Globulin-behandelten Immundefizienzen (17,5%). Sie werden bei Gesunden in der Regel nicht angetroffen (in einer Studie wird allerdings über 5.6% anti-IgA-positive Blutspender berichtet). Die Antikörper gehören meist der Immunglobulinklasse IgG an, in seltenen Fällen kann es sich auch um IgM- und IgE-Isotypen handeln. Im letzteren Fall besteht die Gefahr lebensbedrohlicher anaphylaktischer Reaktionen bei intravenöser Gabe von Immunglobulinen. Möglicherweise können bei einigen Patienten IgA-Antikörper auch ohne vorausgehende Immunglobulingabe entstehen. Besondere Vorbereitungen und Vorsichtsmaßnahmen sind bei unumgänglichen Bluttransfusionen geboten (gewaschene Erythrozyten- und Thrombozyten- Präparationen, Plasma IgA-defizienter Spender, Eigenblutspenden). |