Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

KAL1-Gen

308700
  
Kallmann syndrome 1
  
Hypogonadotropic hypogonadism and anosmia, HHA
  
EDTA-Blut, 2,7 mL (Blutbildröhrchen)
 Heparin-Blut, 2 mL (steril, für Chromosomenanalyse)
  
Einwilligungserklärung Genetik
  
NAA, SEQU
 Bei klinischen Hinweisen auf ein Contiguous gene syndrome erfolgt eine Chromosomenanalyse.
  
Humangenetik - Zytogenetik
 Kallmann syndrome type 1
  
Molekulare Humangenetik
  
Anforderungsschein Nr. 4a
Position der Analyse
Anforderungsschein 4a
        
        
        
  
  
KAL1-Gen
  
Auffälliger Hormonstatus mit Zeichen eines hypogonadotropen Hypogonadismus, Ausbleiben der Ausbildung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale, Störungen des Geruchssinnes.
  
Das auf Chromosom Xp22.31 gelegene Gen umfasst einen Bereich von 204.1 kb mit 15 Exonen. Genprodukt ist das neuronale Protein Anosmin 1 (Mr 76.1 kDa), dessen Funktion noch ungeklärt ist. Seine Proteinsequenz zeigt Homologien zu neuronalen Adhäsionsmolekülen.
  
 Bisher wurden 33 Mutationen beschrieben, von denen 32 mit dem Kallmann Syndrom assoziiert sind.
  
  
Das Kallmann Syndrom wird X-rezessiv vererbt.
  
  
Es besteht ein hypothalamischer hypogonadotroper Hypogonadismus und eine Agenesie des Bulbus olfaktorius.
  
 Bereits im Kindesalter erkennbarer Hypogonadismus und -genitalismus sowie Eunuchoidismus beim Mann und primäre Amenorrhö bei der Frau. Anosmie oder Hyposmie. Unilaterale Nierenagenesie, Schwerhörigkeit, Farbsinnstörung, geistiger und körperlicher Infantilismus. Bei einem Teil der Patienten Spaltbildungen im Lippen-, Kiefer- und Gaumenbereich und Hypotelorismus.
  
  
 G. Schlüter, H.P. Seelig