| Material | Serum, 1 mL |
| EDTA-Plasma oder Heparin-Plasma, 1 mL |
| Referenzbereich | < 10 Ak-Ratio |
| Methode | Elisa |
| Qualitätskontrolle | intern |
| Siehe auch | Übersicht Autoantikörper, ANCA |
| Anforderungsschein | Anforderungsschein Nr. 1a
Position der Analyse
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| Auskünfte | Immunpathologie |
| Analysenkosten | EBM, GOÄ |
| Indikationen | Bestimmung der Antikörperspezifität bei positivem IIFT-ANCA und negativen PR3- oder MPO-ANCA. Die diagnostische Relevanz der Autoantikörper ist wegen ihrer Seltenheit und der geringen Krankheitsspezifität unbedeutend. |
| Immunpathologie | Lactoferrin-Autoantikörper rufen im IIFT an ethanolfixierten humanen Granulozyten ein perinukleäres Fluoreszenzmuster hervor (P-ANCA). Sie sind meistens vom Isotyp IgG, aber auch IgA- und IgM-Isotypen werden gefunden. Die Autoantikörper richten sich gegen das eisenbindende Lactoferrin (siehe Infobox Lactoferrin). Antikörper gegen Lactoferrin verstärkten und verlängerten in vitro die Bildung von O2-Radikalen. Ob sie in vivo eine entsprechende Funktion ausüben, ist nicht geprüft. Modulierende Effekte auf die Eisenbindung des Lactoferrins scheinen Lf-ANCA nicht auszuüben. Lf-ANCA positive Seren waren in der Lage fMPL-stimulierte Leukozyten (siehe Burst-Test) zur Oxidation von Chemiluminiszenz-Substraten anzuregen. Da Lactoferrin auch auf der Zellmembran polymorphkerniger Leukozyten exprimert werden kann, können Lactoferrin-Autoantikörper mit dem membranständigen Antigenen reagieren. Die Fc-Fragmente der gebundenen Autoantikörper könnten von Fc-Rezeptoren anderer Granulozyten erkannt werden, die dann immunpathologische Reaktionen in Gang setzten (z.B. Leukozytoklasie und Entzündungsreaktionen). Andererseits könnten die gebundenen Autoantikörper auch direkt (z.B. über Aktivierung des Komplementsystems) immunpathologische Reaktionen auslösen. |
| Vorkommen | Reaktive Arthritis (42%), Morbus Bechterew (7%), Morbus Basedow (14%), rheumatoide Arthritis (43%), Colitis ulcerosa (50%), Morbus Crohn (8%), primär sklerosierende Cholangitis (50%), systemische Vaskulitiden, Morbus Wegener, rapid progressive pauciimmunologische Glomerulonephritis, systemischer Lupus erythematodes. Die Nachweishäufigkeit der Autoantikörper bei Vaskulitiden unterschiedlicher Genese liegt unter 2%. |
| H.-P. Seelig |