| Material | Serum, 1 mL |
| EDTA-Plasma oder Heparin-Plasma, 1 mL |
| Referenzbereich | 1: < 20 |
| Methode | IIFT |
| Qualitätskontrolle | intern |
| Siehe auch | Übersicht Autoantikörper |
| Reproduktionstrakt |
| Auskünfte | Immunpathologie |
| Analysenkosten | EBM, GOÄ |
| Indikationen | Es besteht keine diagnostische Indikation zur Bestimmung der Testis-Autoantikörper mit dem IIFT. Im Falle endokriner Störungen oder bei Verdacht auf ein APS-1 empfiehlt sich die Bestimmung der Antikörper gegen die Steroid-21-Hydroxylase, der Steroid-17-α-Hydroxylase und das Side-chain-cleavage-enzyme. |
| Immunpathologie | Antikörper gegen Leydigzellen und Sertolizellen des Hodens wurden beschrieben. Die Antikörper wurden mit dem indirekten Immunfluoreszenztest (IIFT) nachgewiesen. Bei den gegen die Leydigzellen gerichteten Antiköpern handelt es sich um so genannte Steroidzellen-Autoantikörper, die mit verschiedenen Steroidhormon-sezernierenden Zellen in der Nebennierenrinde, in Granulosazellen und Thekazellen des Graaf>schen-Follikels und in dem Synzytiotrophoblasten der Plazenta kreuzreagieren. Sie richten sich gegen die Steroid-17-α-Hydroxylase und das Side-chain-cleavage-enzyme (P450 scc, SSC-Steroid-Hydroxylase). |
| Vorkommen | Morbus Addison, Autoimmunes polyglanduläres Syndrom (APS-1), prämature Ovarialinsuffizienz. Die gegen Sertolizellen gerichteten Antikörper vom Isotyp IgM reagierten mit zahlreichen anderen Antigenen (Speicheldrüse und Pankreasgangepithel, distale Nierentubuli, azidophile Zellen der Hypophyse). Die Antikörper sind nicht gewebespezifisch, ihre pathogene Bedeutung ist unklar. |
| H.-P.Seelig |