Medizinisches Versorgungszentrum Labor Prof. Seelig GbR Karlsruhe

Threonyl-tRNA-Synthetase-Autoantikörper

 
PL7
  
Serum, 1 mL
 EDTA-Plasma oder Heparin-Plasma, 1 mL
  
< 10 Ak-Ratio
  
RIP
intern
  
Anforderungsschein Nr. 1a
Position der Analyse
Anforderungsschein 1a
        
        
        
  
Immunpathologie
EBM, GOÄ
  
Polymyositis, Dermatomyositis,
 Myositis -spezifische und -assoziierte Autoantikörper
 Anti-Synthetase-Syndrom, Myositis-Autoantikörper
 Aminoacyl-tRNA-Synthetasen-Autoantikörper
 Laborinformation: Autoantikörper-Tabelle - Kollagenosen, Arthritis, Vaskulitis
  
Aminoacyl-tRNA-Synthetasen stellen zytoplasmatische Enzyme dar, die die Bindung der tRNA an ihre entsprechende Aminosäure (hier Threonin) katalysieren. Die Aminosäure wird in den Ribosomen auf die synthetisierte Peptidkette übertragen. Die seltenen Autoantikörper gegen die Threonyl-tRNA-Synthetase (EC 6.1.1.3; Mr 82.1 kDa; Chromosom 5p13.2) reagieren vorwiegend mit Konformationsepitopen. Sie hemmen in vitro die Aminoacylierung der tRNA mit Thyreonin.
Patienten mit Polymyositis (<5%), auch Polymyositis/Dermatomyositis und vor allem in Verbindung mit interstitiellen Lungenerkrankungen, Lungenfibrose. Arthritis, Raynaud-Phänomen (anti-Synthetase-Syndrom).
Diagnostik, DD von Myositiden unklarer Genese. Idiopatische, fibrosierende Alveolitis. DD von Bedeutung, da Patienten mit diesen Antikörpern schwerer behandelbar sind als Myositis-Patienten mit PM/Scl- oder U1-RNP-Antikörpern. Anti-Synthetase-Syndrom in Frühphasen noch relativ gut immunsuppressiv beeinflussbar.
  
 H.-P. Seelig